Natursitz I-III
Bernhard Bormann · Website ·
Gras, Metal; 2020
Leipzig, Brahmsplatz / Clara Zetkin Park
Leipzig, Restaurant Alex / Naschmarkt
Leipzig, Hochschule für Grafik und Buchkunst

Ich habe Sitz und Lehne von Stühlen mit Gras ersetzt.
Das, was man Natur nennt, ist häufig vom Menschen erschaffen. Die Stühle verweisen darauf, indem sie zum »Sitzen in der Natur« einladen.

vitisop
Carotto
Band; 2020
Leipzig, Lene-Voigt-Park

Der LVP ist für mich während der Corona Zeit »the place to be« geworden. Wenn es mir nach menscheln zu Mute war, also wenn ich Menschen um mich herum sehen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen wollte, bekannten Menschen ungeplant zu begegnen und ein bisschen »DistanzBerührung« gepaart mit Inspiration zu erfahren, habe ich dort meine oft Mantra-artigen flanier-Runden gemacht.
Das Wort »positiv« hat sich während der Corona- Zeit für mich sehr stark aufgeladen. Es vereint für mich zwei Arten von Herausforderungen: zum einen positiv-denkend und zum anderen negativ-viral zu bleiben.

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 3 zur Arbeit

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 9 zur Arbeit

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 14 zur Arbeit

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 16 zur Arbeit

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 12 zur Arbeit

Titel
Film; 0'16''; 2020
Text 1 zur Arbeit fürs Video

Portal
Sophie Wolf
2020
Leipzig

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 15 zur Arbeit

Titel
Film; 0'16''; 2020
Text 2 zur Arbeit fürs Video

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 8 zur Arbeit

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 10 zur Arbeit

Engel
Clara Freund ·
Website · Instagram
Manipuliertes Readymade; 2020
Leipzig, Nikolaikirche Nordseite

Die traditionelle Hautfarbe des Engels aus dem Erzgebirge habe ich übermalt.
Traditionen bestimmen viel unser Denken und Handeln. Sie sind aber oftmals noch in den vergangenen Jahrhunderten - und vergangenen Zeitgeistern - verwurzelt.

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 11 zur Arbeit

Titel
Sachen; 2020
Musterstraße

Text 6 zur Arbeit

Fragile Wirklichkeiten
Ich glaube etwas zu begreifen, aber im nächsten Moment zerfällt das Verständnis. Die Wirklichkeiten verschwimmen, Wahrheiten zu erkennen bleibt schwer, doch es bleibt ein Gefühl von geteilter Erfahrung - auch wenn die Realitäten der Erfahrungen unterschiedlicher nicht sein könnten.

“Wie geht es euch heute?” Alles geschieht sehr nah am aktuellen Moment, eine Zukunft denken ist unmöglich geworden. “Wie geht es dir heute?” Die Frage ist keine reine Floskel mehr.
“Ich bin desorientiert, alt und habe Asthma.” Die ernsthafte Frage erhält die ehrliche Antwort. Rührung und Empathie begleiten dieses Vakuum.
“Ich sende euch eine digitale Umarmung.”

Wie können wir kollaborieren ohne physische Begegnung? Wie kann Kunst in dieser Übergangsphase sichtbar werden? Wir bewegen uns in einem Hybrid aus digitalen und physikalischen Räumen, alle sowohl unendlich weit als auch klein und beengt. Wir leben im öffentlichen Raum - Wohnzimmer und Schlafzimmer sind zu Konferenzräumen und Büros geworden. Für Privates ist mein Zuhause zu unsicher geworden, Gruppen in geschlossenen Räumen lösen Unbehagen aus. Doch das Draußen, das lange als temporärer Übergangsraum diente, ist zu einem intimen Ort geworden. Ich habe dort nichts zu befürchten - wir sind uns alle nahe. Ich zeige dir meinen persönlichen öffentlichen Ort.

Vom 6. bis 9. August 2020 zeigt die Klasse Intermedia der HGB Leipzig Installationen, Interventionen und Performances im digitalen Raum und im öffentlichen Raum der Stadt Leipzig.


Impressum